Sanierung der Gebäudeteile zum Marienplatz wäre nicht wirtschaftlicher

Im Vorfeld der Beschlussfassung ist auch die Sanierung aller Am Abdinghof befindlichen Gebäudeteile geprüft worden. Diese wurde bereits frühzeitig als nicht wirtschaftlich verworfen.
Ein Gutachten der Fa. Lahmeyer Rhein-Main aus dem Jahre 2011 kommt bereits zu dem Ergebnis, dass eine Kernsanierung zwar geeignet wäre, die erheblichen technischen Mängel zu beheben. Die strukturellen und funktionalen Mängel der Gebäudeteile hin zum Marienplatz könnten aber nicht abgestellt werden. Beispielsweise bestünden die verwinkelten Treppenhäuser fort und es sei auf Grund von Höhenversprüngen keine Barrierefreiheit der Gebäudeteile realisierbar. Ferner könne aus technischen Gründen kein innovatives Energiekonzept im Passivhausstandard oder vergleichbar hergestellt werden.

Auf Grund sachverständig geschätzter Kosten für Bauunterhaltung, Energie- und Betriebskosten wäre eine Kernsanierung der bestehenden Gebäude zwar hinsichtlich der Investition günstiger, jedoch bezogen auf Lebensdauer betrachtet teurer. Funktionale und strukturelle Mängel der Gebäude könnten nicht abgestellt werden.

Städtebaulich würde die Möglichkeit der Reduzierung der Geschosse hin zur Straße Am Abdinghof eine erhebliche Aufwertung mit sich bringen.

Vor diesem Hintergrund hat der Rat in seiner Sitzung am 30.06.2016 beschlossen, die Gebäudeteile C und Ca – und damit die Teile, die sich entlang des Marienplatzes und der Straße „Am Abdinhgof“ erstrecken, zu überplanen und einer neuen Bebauung zuzuführen.