Verwaltung Paderborn - 100 Millionen neue Schulden

Bund und Länder haben sich eine Schuldenbremse aus guten Gründen gegeben. Seit dem bemüht man sich um die "schwarze Null". Bund und Länder bemühen sich sogar, ihre Verschuldung abzubauen - schließlich wollen viele BürgerInnen das auch so.
Warum möchten Verwaltung und ihr Chef in Paderborn nicht auch einen Abbau der Schulden der Stadt?
Wie können die CDU und die SPD in Paderborn es wagen, für einen Ankauf der Verwaltungsgebäude am Hoppenhof und den Neubau in der Innenstadt insgesamt 100 Millionen auszugeben? Gelder, die die Stadt nicht hat !!!

Es wird höchste Zeit, dass in 2020 die Kommunalwahlen stattfinden, um die Mehrheitsverhältnisse im Rat gravierend zu ändern. Dieser Größenwahnsinn muss ein Ende finden, denn diese beiden Parteien - treiben sie die Stadt nicht in den Ruin?

Kommentare

Die "Schwarze Null" ist ein goldenes Kalb und ihr erster Hoher Priester in diesem Land ist jetzt Bundestagspräsident. Es ist völlig sinnlos und selbst betriebswirtschaftlich gesehen allenfalls kurzfristig günstiger, kurz- oder mittelfristig notwendige Maßnahmen nicht in Niedrigzinsphasen mit Fremdmitteln zu finanzieren. Darüber hinaus ist eine öffentliche Verwaltung - auch wenn uns permanent anderes suggeriert wird - kein Wirtschaftsbetrieb, sondern hat vorrangig Dienstleistungsangebote für die Bürger/innen bereitzustellen. Darüber hinaus ist es auch volkswirtschaftlich gesehen sinnvoll, mit öffentlichen Investitionen (auch mit fremdfinanzierten) in ökonomische Prozesse einzugreifen. Bei all dem Gesagten ist selbstverständlich Voraussetzung, dass dieser Eingriff ökologisch wie ökonomisch nachhaltig wirkt und zum Nutzen der Bürger und nicht irgendwelcher Lobbyverbände erfolgt.