Willkommen beim Stadthaus-Dialog!

Der Rat der Stadt Paderborn hat in seiner Sitzung am 30. Januar 2020 die Realisierung des neuen Stadthauses Am Abdinghof beschlossen. Auch die Umgestaltung der umliegenden Plätze – mit Ausnahme des Marienplatzes – ist Teil des Gesamtprojektes. Der Entscheidung des Rates vorangegangen ist der Stadthaus-Dialog, eine Bürgerbeteiligung auf dieser Plattform sowie in einer öffentlichen Veranstaltung im Rathaus. Die Ergebnisse der Beteiligung wurden in 26 Handlungsempfehlungen aufgenommen, die in der weiteren Planung Berücksichtigung finden.

Unter dem Titel „Stadthaus-Dialog“ werden auch zukünftig Informationen rund um das Stadthaus Paderborn bereitgestellt, Veranstaltungen durchgeführt und die Bürger*innen über den weiteren Prozess auf dem Laufenden gehalten.

Informations-Artikel

FAQ

Fragen zum Stadthaus

Warum müssen wir handeln?

Die Diskussion um die zukünftige Unterbringung der Stadtverwaltung Paderborn wird bereits über viele Jahre geführt. Die Gründe für den Handlungsbedarf sind vielschichtig. So verursacht die Stadtverwaltung als wachsender Dienstleister für die Bürger*innen einen zunehmenden Raumbedarf. Die vorhandenen Gebäude können diesen notwendigen Raumbedarf nicht abdecken. Die städtischen Gebäude "Am Abdinghof" und an der "Pontanusstraße" sind marode und zum Teil aus Brandschutzgründen bereits leergezogen. Barrierefreiheit ist in großen Teilen nicht gegeben und lässt sich auch nicht nach den geltenden Regeln herstellen. Der Gebäudebestand ist außerdem unübersichtlich und erschwert den Besucherinnen und Besuchern die Orientierung. Darüber hinaus sind die Dienststellen der Stadtverwaltung auf viele Standorte im Stadtgebiet verteilt.

Die Stadt Paderborn schlägt daher vor, auf der Grundlage eines Wettbewerbsergebnisses die Unterbringung der Stadtverwaltung neu zu organisieren.

Was ist geplant?

Die Stadtverwaltung soll zukünftig an zwei Hauptstandorten untergebracht werden: Im Zentrum der Stadt, „Am Abdinghof 11 / Marienplatz“ und außerhalb des Kernstadtbereichs am „Am Hoppenhof 33“.

Die Gebäude am "Hoppenhof" wurden bereits im Jahr 2016 von der Stadt Paderborn gekauft. Sie sollen künftig neben dem schon seit 2011 schwerpunktmäßig untergebrachten Sozialbereich auch das Technische Dezernat aufnehmen.

Die Gebäude der Stadtverwaltung in der Innenstadt sollen mit den zwei Gebäudeteilen "Am Abdinghof" erhalten und umfassend saniert werden. Diese Gebäudeteile der Stadtverwaltung mit dem Franz-Stock-Platz und dem Gartendenkmal Paderquellgebiet sind ein wesentlicher Teil des Wiederaufbaus der 1950er Jahre.

Die zur Straße „Am Abdinghof“ und hin zum "Marienplatz" befindlichen Teile sollen abgerissen und durch einen funktionalen Neubau mit einer offenen Struktur ersetzt werden. Hier soll ein zentraler, moderner Bürgerservice, ein Begegnungszentrum im Herzen der Stadt, entstehen.

Darüber hinaus sollen die Plätze "Am Abdinghof", "Franz-Stock-Platz" und auch die "Gutenbergstraße" neu gestaltet werden.

Was bietet der Bürgerservice in der Innenstadt?

Zur Verbesserung des Service-Angebotes der Verwaltung und auch zur Stärkung der Innenstadt sollen besonders nachgefragte Dienstleistungen „Am Abdinghof“ konzentriert werden. Auch attraktive Angebote Dritter, Einzelhandel, ein Café und die Kinder- und Computerbibliothek sollen sich zukünftig im Stadthaus "Am Abdinghof" finden.

Ferner sollen 200 überdachte öffentliche Fahrradabstellplätze einschließlich E-Bike Ladestationen für die Innenstadt entstehen.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Warum soll am Marienplatz neu gebaut werden?

Der Raumbedarf der Stadtverwaltung kann durch die vorhandenen Gebäude nicht gedeckt werden. Gutachen haben ergeben, dass eine Sanierung der Gebäude hin zum Marienplatz unwirtschaftlich wäre. Zudem könnte die notwendige Barrierefreiheit im Altbestand nicht hergestellt werden.

Ein Neubau führt darüber hinaus zu einer Aufwertung des gesamten Quartiers inklusive der angrenzenden Plätze. Durch eine viergeschossige Bauweise hin zu Straße "Am Abdinghof" entsteht eine erhebliche städtebauliche Verbesserung im Vergleich zur heutigen, sechsgeschossigen Bebauung. Die bestehende verwinkelte Bauweise erzeugt dunkle Bereiche und Angsträume, die durch einen Neubau beseitigt werden können.

Das vorgeschlagene Wettbewerbsergebnis bietet ein flexibles Raumkonzept für die zukünftigen Bedarfe der Verwaltung und des Bürgerservices.
Darüber hinaus ermöglicht ein Neubau eine CO2-Reduzierung um rund 1.000 Tonnen und eine Energiekosten-Ersparnis von ca. 100.000 € pro Jahr.

Was passiert mit dem Marienplatz?

Da der Rat der Stadt Paderborn im Juni 2019 bereits beschlossen hat, dass die bestehende Busspur sowie die zwölf Linden am Marienplatz erhalten bleiben, ist der Marienplatz nicht Gegenstand des weiteren Verfahrens.

Die Beschlussfassung des Rates am 30. Januar 2020 hat diese Tatsache abschließend geregelt.

Was kostet das Gesamtprojekt Am Abdinghof?

Für das Gesamtprojekt Am Abdinghof ergeben sich die folgenden wirtschaftlichen Eckdaten:

Maßnahme Investition

Sanierung Am Abdinghof

13,0 Mio. €

Neubau am Marienplatz

49,5 Mio. €

Gestaltung der Plätze (Stand Wettbewerb)

Marienplatz*

Franz-Stock-Platz

Vorplatz Am Abdinghof

7,0 Mio. €

Gesamtkosten

69,5 Mio. €

Landesförderung

- 14,0 Mio. €

Kreditaufnahme

55,0 Mio. €

 

*Der Marienplatz ist nicht Gegenstand des weiteren Verfahrens.

Wie der Aufstellung zu entnehmen ist, würden die notwendigen Finanzmittel im Rahmen einer Kreditaufnahme bereitgestellt. Die Konditionen für einen solchen Kredit sind derzeit besonders günstig, sodass mit einer angemessenen Zinsbelastung für den städtischen Haushalt zu rechnen wäre. Zudem ist die Inanspruchnahme von KfW-Mitteln vorgesehen.

Mehr Informationen finden Sie hier.

 

Ist der Neubau klimaneutral?

Mit den energetischen Anforderungen und den Anforderungen an die Gebäudehülle werden Komponeten aus dem Passivhausbau aufgegriffen. Die Stadt Paderborn strebt mit dem Stadthaus ein energetisches Gesamtniveau an, das vergleichbar ist zum Passivhaus-Plus. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Wärmepumpe, die das Padergrundwasser nutzt. Die Kühlung im Sommer, falls erforderlich, erfolgt vorrangig über Bauteilaktivierung. Für die Stromversorgung sind Photovoltaikanlagen auf den verschiedenen Dächern der Gebäude am Abdinghof geplant. Somit werden die Voraussetzungen für einen energieminimierten und klimaneutralen Betrieb des Neubaus geschaffen. Um die Umsetzungen dieser Anforderungen sicherzustellen, ist vorgesehen, den Neubau anhand der Kriterien der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen zertifizieren zu lassen.
Insgesamt lassen sich durch die geplanten Baumaßnahmen am Abdinghof bis zu 1.000 Tonnen CO2 pro Jahr im Vergleich zur derzeitigen Situation einsparen.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Warum werden die vorhandenen Gebäude nicht weiter genutzt?

Das Gebäude Am Abdinghof – ein ehemaliges Sparkassengebäude samt Schalterhalle – wurde bereits in den 1970er Jahren von der Stadt übernommen und umgenutzt - trotz fehlender Barrierefreiheit.
Das Gebäude an der Pontanusstraße – der ehemalige Firmensitz von Nixdorf – wurde in den 1990er Jahren übernommen und umgenutzt – trotz fehlender Barrierefreiheit und einer Vielzahl innenliegender, nicht natürlich belichteter Räume.
Trotz fortwährenden Instandhaltungen der Gebäude ist mittlerweile ein erheblicher Sanierungs- und Modernisierungsstau festzustellen – Teilbereiche mussten aus Brandschutzgründen geschlossen oder mit Nottreppenhäuser ausgestattet werden.
Gutachten haben ergeben, dass eine Sanierung der entsprechenden Gebäudeteile vor dem Hintergrund neuer Anforderungen an Brandschutz, Barrierefreiheit, Sicherheit und Klimatechnik unwirtschaftlich wäre.
Auch ein Umbau mit einer zukunftsorientierten räumlichen Ausstattung wird in diesen Gebäuden als nicht nachhaltig wirtschaftlich erachtet.

Fragen zum Online-Dialog

Warum soll ich mich registrieren?

Sie können auf dieser Online-Plattform Ihre Ideen und Vorstellungen anonym und ohne Registrierung einbringen. Um Vorschläge zu unterstützen, müssen Sie sich jedoch auf der Plattform registrieren. In Ihrem Profil können Sie Ihre Beiträge einfach wiederfinden. Zudem ermöglicht es der Moderation, Sie im Falle von Rückfragen zu kontaktieren. Im Zuge der Registrierung geben Sie sich einen Nutzernamen Ihrer Wahl. Sie treten im Portal nur unter diesem auf. Die Registrierung ist selbstverständlich kostenfrei. Ihre personenbezogenen Daten, wie E-Mail-Adresse oder Straße und Hausnummer, geben wir nicht an Dritte weiter, und sie werden anderen Nutzern auch nicht angezeigt. In den Datenschutzhinweisen können Sie im Detail nachlesen, wie wir mit Ihren Daten umgehen.

Was kann ich auf dieser Seite tun?

Sie haben auf dieser Plattform die Möglichkeit, sich zu den verschiedenen Themen "Rund um das Stadthaus" zu beteiligen und Ihre Meinung zu äußern.

Wer kann mitmachen?

Es können sich alle, natürlich besonders interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Paderborn, beteiligen.

Wie kann ich mich auf dieser Plattform beteiligen?

Sie sind herzlich eingeladen, sich zum Thema Stadthaus in Paderborn zu beteiligen: Auf dieser Plattform können Sie sich vom 26.10.2019 bis zum 10.11.2019 im einem Online-Dialog mit Ihren Hinweisen und Anregungen einbringen.
Wir haben 5 Themenbereiche vorbereitet, zu denen uns Ihre Meinung interessiert. Sie können eigene Beiträge abgeben, aber auch die Beiträge der anderen Nutzer*innen kommentieren und bewerten.

Sie haben Ideen und Anregungen zum Stadthaus? - Hier geht’s direkt zum Online-Dialog.

Weitere Informationen zum Stadthaus finden Sie hier im Informationsbereich.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die Stadt Paderborn möchte mit der Bürgerbeteiligung zum Stadthaus die bestehenden Planungen verbessern und möglichst viele Anliegen und Anregungen der Bürger*innen für den weiteren Planungsprozess aufnehmen. Die Ergebnisse der Beteiligungsveranstaltung am 26. Oktober sowie die Ergebnisse der Onlinebeteiligung werden zusammengeschrieben und gleichermaßen ausgewertet. Diesen ersten Auswertungsschritt übernehmen die beiden externen Dienstleister PLANKOM (Beteiligungsveranstaltung) und zebralog (Onlinebeteiligung). Diese Vorarbeit wird dann vonseiten der Verwaltung geprüft und der AG Stadtverwaltung, einer Arbeitsgruppe der Stadtratsfraktionen, die den Prozess des Stadthauses intensiv begleitet, vorgelegt. In einer intensiven Diskussion wird dann eine Empfehlung zum Umgang mit den Anliegen und Anregungen für den Stadtrat formuliert.

Fahrplan